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Sport und Beach
Sport, Fun und Abenteuer sind die Schlagworte der heutigen Zeit, wenn es um die Freizeitgestaltung geht. Doch geht es dabei nicht ausschließlich um die Aktivitäten selbst, sondern auch um das richtige Outfit.

Was wäre ein Snowboardfahrer ohne die richtige Raverhose und ein Longsleeve, was wäre ein Sommerurlaub ohne die Badeshorts oder den Bikini in den Farben der Saison. Am Strand, während des Apres Ski oder an der Bar. Überall ist Sportmode ein Thema, über das gesprochen wird. War früher ein einfacher Leinen-Turnschuh für den Waldlauf Mittel zum Zweck, so stehen heute spezielle Laufschuhe mit Einlagen und Sohlen nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen und aus Materialien der Raumfahrttechnik auf dem Wunschzettel der Jogger.

Ins Fitnessstudio oder zum Bodystyling geht man nicht mehr mit Turnhose oder Trainingsanzug. Hier ist das farbenfrohe Shapedress oder das megahippe Indoorsuit angesagt. Die früher dem Sport vorbehaltenen Schuhe und hochmodische Sportanzüge sind heute Bestandteil des modischen Straßenbildes. Zu den Musikvideos der einschlägigen Musiksender gehört nicht nur die Musik sondern auch das Outfit der Rapper und Hipp-Hopper. Sie prägen den Geschmack der Jugend und machen knappe String-Bikinis, heiße Microshorts, Hawaii-Shirts und hautenge Netzhemden "alltagstauglich".
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Kleine Geschichte
Bademode


Die Bademode der heutigen Zeit ist vielfältig, bunt und körperbetont. Im Mittelalter hingegen galt die Kopfbedeckung als einziges erlaubtes Bekleidungsstück für den Badewilligen, Badeanzüge oder gar Bikinis gab es nicht, zumal das Benetzen der Haut mit Wasser - wenn überhaupt vorgenommen - eher der Körperreinigung diente. Die Armen verfügten weder über fließendes Wasser noch über Brunnen. Sie säuberten sich in den Flüssen, in Teichen oder Seen, natürlich voll bekleidet. Nacktheit wurde mit Hexentum gleichgesetzt und u.U. mit dem Feuertod bestraft.

Im 18. und 19. Jahrhundert entstand das Badekleid, Badestrümpfe und -schuhe mit Badehaube, auf der die Frauen gerne auch einen Hut trugen. Für Aufsehen sorgte die australische Schwimmerin Annette Kellerman, die sich gegen die gesellschaftlich reglementierte Bademode zur Wehr setzte und mit einem eng anliegenden langbeinigen Anzug ins Wasser stieg. Mit dem Bedürfnis des Sonnenbadens wurde die Bademode in den 30er Jahren zwar stofflich reduziert, doch der Busen musste völlig bedeckt und die angeschnittenen Beine mit einem Zwickel versehen sein.

Der allseits bekannte und beliebte Bikini wurde erstmals 1946 der Pariser Öffentlichkeit präsentiert, seinen Namen erhielt er von dem Franzosen Louis Reard in Anlehnung an das Bikini-Atoll der Südsee. Zuerst verpönt und in Deutschland bis 1957 als unmoralisch bezeichnet, nachher heiß geliebt und ein seitdem ein absoluter Kassenschlager. Die heutige Bademode ist freizügiger, für die jüngere Generation besteht sie mitunter aus einem Hauch von Nichts. Gerade die brasilianischen Bikinis sind auf Grund ihres Schnittes sehr begehrt und finden auch in Deutschland großen Absatz. Männer bevorzugen beim Baden oder Schwimmen im Meer oder Schwimmbad eher die klassische Alternative der konventionell geschnittenen Badehosen oder modischen Kurz- oder Lang-Shorts. Das Nacktbaden galt insbesondere in den 70er Jahren als Alternative für die nahtlose Bräunung, die sich die Menschen heute in den unzähligen Sonnenstudios holen.